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Valve veröffentlicht CAD-Dateien für den Steam Controller 2026 und den magnetischen Puck

Valve hat auf GitLab die vollständigen technischen Spezifikationen und CAD-Dateien für das Gehäuse des Steam Controller 2026 und seinen magnetischen Lade-„Puck“ veröffentlicht (GitLab). Die Veröffentlichung steht unter CC BY-NC-SA 4.0.

Das Versprechen

Valve hat auf GitLab die vollständigen technischen Spezifikationen und CAD-Dateien für das Gehäuse des Steam Controller 2026 und seinen magnetischen Lade-„Puck“ veröffentlicht. (GitLab) Die Veröffentlichung steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0. Die Community kann damit Ersatzteile im 3D-Druck herstellen und Mods für Barrierefreiheit entwickeln, ohne die Hardware per Reverse Engineering zu analysieren. (PC Gamer, Mai 2026) Der Schritt ist kalkuliert: Valve überlässt die Entwicklung des Zubehör-Ökosystems den Nutzern und behält zugleich die Kontrolle über die zentrale Elektronik.

Unter der Haube

Die Hardware markiert eine deutliche Wende hin zu Langlebigkeit. Die magnetischen Thumbsticks mit Tunnelling Magneto-Resistance (TMR) sollen mechanischen Drift verhindern. (TechRadar, April 2026) Dazu kommen kapazitive „Grip Sense“-Sensoren, die das Gyroskop aktivieren. Für die Bewegungssteuerung ist damit keine physische Taste mehr nötig. (TechRadar, April 2026) Der „Steam Controller Puck“ dient zugleich als magnetische Ladestation und als drahtloser 2,4-GHz-Sender mit niedriger Latenz. (Tom's Guide, Mai 2026)

Die technische Offenheit beim Gehäuse gilt jedoch nicht für die Firmware und die Software. Volle Anpassung und die normale Gamepad-Funktion setzen einen laufenden Steam Launcher voraus. Ohne ihn fällt das Gerät auf Desktop-Betriebssystemen auf ein einfaches HID-Mausprofil zurück. (Tom's Hardware, April 2026) Außerdem enthält das GitLab-Repository zwar STP- und STL-Dateien, doch Valve stellt ausdrücklich klar: Innere Schäden beim Austausch des Gehäuses deckt die Garantie nicht ab. (Rock Paper Shotgun, Mai 2026)

Die aktuelle Verfügbarkeit bremst die Verbreitung spürbar. Trotz einer unverbindlichen Preisempfehlung von 99 US-Dollar war die erste Produktionscharge in 30 Minuten ausverkauft, und auf dem Zweitmarkt werden bis zu 750 US-Dollar verlangt. Zur gerüchteweise angekündigten Kompatibilität mit dem VR-Headset „Steam Frame“ gibt es zudem keine offizielle Aussage.

Unsere Einschätzung

Die TMR-Sticks und die Grip-Sense-Technik machen diesen Controller zum kompetentesten auf dem Markt, doch der Vertrieb ist ein logisches Versagen. Wer einem Scalper 650 % Aufschlag für ein Stück Plastik und ein paar Magnete zahlt, ist kein „Early Adopter“, sondern ein Fall für die Diagnose. Die CAD-Veröffentlichung ist ein Gewinn für die Right-to-Repair-Bewegung. Die Software-Bindung an den Steam Launcher bleibt für ein Peripheriegerät auf Profi-Niveau aber eine lästige Leine. Kaufen Sie ihn, wenn er tatsächlich 99 US-Dollar kostet, und laden Sie die Dateien herunter. Lassen Sie das Innenleben jedoch in Ruhe, es sei denn, Sie können mit einem 100-Dollar-Briefbeschwerer ohne Garantie leben.